OMIKRON-WELLE: LAUTERBACH wirbt für weitere CORONA-BESCHRÄNKUNGEN | WELT Newsstream

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Über die Feiertage war von einer deutlichen Untererfassung von Infektionen auszugehen, inzwischen zeichnet sich in den gemeldeten Werten wieder ein lebhaftes Infektionsgeschehen ab. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 64 340 Corona-Neuinfektionen – ein Plus von mehr als 20 000 Fällen im Vergleich zur Vorwoche (42 770). Höher hatte der Wert zuletzt am 8. Dezember (69 601) gelegen, bisheriger Höchststand in der Pandemie waren 76 414 Neuinfektionen, gemeldet am 26. November.

Die Regierungschefinnen und -chefs der Länder beraten am Freitagnachmittag mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) über die Corona-Lage. Wegen der hochansteckenden Omikron-Variante gibt es Sorge um die Arbeitsfähigkeit von Schlüsselbereichen in Staat, Verwaltung und Wirtschaft. Da es bei Omikron häufig mildere Krankheitsverläufe gibt, wird eine Verkürzung der Quarantänezeiten diskutiert. Lauterbach hatte am Mittwoch zudem von möglichen "Verschärfungen" im Bereich von Kontaktbeschränkungen gesprochen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland weiterhin für sinnvoll. «Eine Impfpflicht halte ich für wichtig, um im Herbst zu verhindern, dass wir dann schon wieder vor diesem Problem stehen, das wir jetzt haben», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Fernsehsender «Welt». Es sei sehr unwahrscheinlich, dass Omikron die letzte wichtige Virusvariante sein werde. Und es könnten auch Varianten kommen, die so ansteckend wie Omikron aber gefährlicher seien. «Dafür muss ich vorbereitet sein und da wäre für mich eine Impfpflicht das Wichtigste, weil ich dann sehr schnell die Bevölkerung vor einer solchen schweren Bedrohung immunisieren könnte.»

Über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona soll der Bundestag nach derzeitiger Planung in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden. Lauterbach hält nichts davon, diesen Schritt in Frage zu stellen und Omikron «quasi als eine Durchseuchung, eine Art schmutzige Impfung» anzusehen. «Davor warne ich», sagte der Minister. Er glaube, dass dies «sehr viele Menschen schwer krank hinterlassen würde».

Nach Ansicht des Gesundheitsministers ist es «völlig offen», ob eine Infektion mit Omikron später vor neuen Varianten schütze. «Es ist auch noch nicht gesagt, dass man sich ständig impfen lassen muss.» Die Impfstoffe, die vor zwei Jahren entwickelt worden seien, böten immer noch einen sehr guten Schutz vor Tod und schwerer Erkrankung.

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