NUR JA HEISST JA: Alles andere ist Vergewaltigung – Spanien verschärft Sexualstrafgesetz

NUR JA HEISST JA: Alles andere ist Vergewaltigung – Spanien verschärft Sexualstrafgesetz

Spanien verschärft sein Sexualstrafrecht. Laut der vom Parlament gebilligten Regelung werden keine Unterschiede mehr zwischen Missbrauch und sexualisierter Aggression gemacht. Sexuelle Übergriffe jeglicher Art werden nach Inkrafttreten als Vergewaltigung betrachtet – egal ob sich das Opfer wehrt oder eine Handlung aus Angst geschehen lässt.

Mit ihrem Vorstoß reagierte die linke Regierungskoalition von Ministerpräsident Pedro Sanchez auf mehrere Aufsehen erregende Fälle von Gruppenvergewaltigungen, bei denen die Täter in den vergangenen Jahren mit milden Strafen davongekommen waren, weil die Opfer sich nicht ausdrücklich gewehrt hätten.

Das spanische Parlament hatte den sogenannten "Nur Ja ist Ja"-Gesetzentwurf mit deutlicher Mehrheit gebilligt. Demnach müssen künftig alle beteiligten Personen sexuellen Handlungen ausdrücklich zustimmen. Das Gesetz muss noch vom Senat gebilligt werden, was aber als reine Formsache gilt.

Laut Gleichstellungsministerin Irene Montero ist die Regelung, die in dieser Schärfe nur in einigen skandinavischen Ländern existiert, "ein entscheidender Schritt zur Veränderung der sexuellen Kultur" Spaniens. Damit schreibe die "feministische Bewegung Geschichte in Spanien", so die Ministerin.

Auf sexualisierte Gewalt wie etwa Vergewaltigung werden laut dem Gesetz dann bis zu 15 Jahre Haft stehen. Zudem werden unter anderem auch "einschüchternde" Komplimente sowie die Verbreitung von Sexvideos unter Strafe gestellt.

#spanien #sex #vergewaltigung

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