NACH SILVESTER-RANDALE: „Das Problem sind, dass junge Männer Waffen an die Hand bekommen!

NACH SILVESTER-RANDALE: "Das Problem sind, dass junge Männer Waffen an die Hand bekommen!

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat eine bundesweite Debatte über Konsequenzen nach den Angriffen auf Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht gefordert. «Es gibt hier natürlich Gesprächsbedarf, das ist völlig klar», sagte Giffey. «Es ist auch klar, es wird nicht nur eine Berliner Diskussion sein können, es muss eine bundesweite Diskussion sein. Wir können bestimmte Regelungen nicht alleine in Berlin treffen.» Giffey wies darauf hin, dass Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) im Januar den Vorsitz der Innenministerkonferenz übernehme und schon zugesagt habe, das Thema dort anzusprechen. 

Immer wieder kam es in Berlin in den vergangenen Jahren über Silvester zu Zwischenfällen. Nun fällt die Debatte in die heiße Phase des Wahlkampfs. Am 12. Februar ist die Wiederholungswahl angesetzt.

Über den Jahreswechsel waren Polizei und Feuerwehr in der Hauptstadt bei fast 4000 Einsätzen gefordert – dabei wurden sie in zahlreichen Fällen etwa mit Böllern und Raketen angegriffen. Die Feuerwehr dokumentierte nach eigenen Angaben bei mindestens 38 Einsätzen Angriffe. Sie beklagte am Sonntag 15 Verletzte. Die Feuerwehr sprach in einer vorläufigen Bilanz zudem von mehr als 20 verletzten Bürgern.

Bei der Polizei gab es nach jüngstem Kenntnisstand 41 Verletzte, wie ein Polizeisprecher am Montagabend sagte. Zu der Schwere der Verletzungen konnte er keine Angaben machen. Im Zusammenhang mit den Vorfällen habe es 159 Festnahmen gegeben, sagte der Sprecher.

Am Montag meldete die Polizei zudem weitere Zwischenfälle, bei denen Einsatzkräfte mit Feuerwerk beschossen worden sein sollen – in Kreuzberg sowie in Neukölln. Die Feuerwehr veröffentlichte ein Video mit wilder Böllerei aus der Silvesternacht: «Wir sind fassungslos!» In dem Video sind wild fliegende Knallkörper zu sehen. Ein Stimme ist aus dem Einsatzwagen zu hören: «So meine Herren, jetzt hören wir aber mal auf, zu schießen!» Dann entfernt sich der Wagen rückwärts von der Böllerei.

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei sprach sich für ein bundesweites Verbot von Böllern und Raketen für Privatleute aus. «Wir glauben nicht, dass die Bevölkerung in größeren Teilen an Silvester Pyrotechnik selbst zünden muss», sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro am Montag der Deutschen Presse-Agentur. 

Um das Verbot umzusetzen, müsse sich die Bundesregierung für ein bundesweites Verkaufsverbot entscheiden. Auch Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und Grünen-Fraktionsvorsitzende Silke Gebel forderten ein Böllerverbot. «Es braucht ein ganzjähriges Verkaufsverbot durch den Bund. In Berlin braucht es flächendeckende Verbotszonen für das Abbrennen von Feuerwerk. Andere Metropolen machen es längst vor, dass auch mit öffentlichem Feuerwerk bessere Alternativen zur Verfügung stehen», so Gebel. 

#berlin #böllerverbot #polizei

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