CORONA: Radikaler Kurswechsel im Covid19-Kampf! Baden-Württemberg prescht vor! | WELT Newsstream

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Baden-Württemberg prescht vor und legt ab Montag einen radikalen Kurswechsel hin im Kampf gegen Corona. Dann tritt die neue Verordnung in Kraft. Die Sieben-Tage-Inzidenz, auf die alle seit Ausbruch der Pandemie starren, soll dann Geschichte sein – zumindest ihre Rolle als Gradmesser für Einschränkungen.

Was bedeutet das im Alltag?

Das gesellschaftliche Leben kann wieder in gleichem Umfang stattfinden wie vor der Pandemie. Die Personenobergrenzen für Zusammenkünfte fallen grundsätzlich weg – heißt nach jetzigem Stand: Selbst wenn die Inzidenz Ende August bei 300 liegen sollte, soll man noch eng an eng mit beliebig vielen Leuten im Club tanzen dürfen. Diskotheken, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen in Innenbereichen können wieder «unter Vollauslastung» besucht werden.

Aber die Infektionszahlen steigen doch. Ist das nicht gefährlich?

Die Regierung hält die Öffnung des gesellschaftlichen Lebens für vertretbar, da bereits viele Menschen geimpft sind. Und die hätten einen Anspruch darauf, ihre Rechte wieder ausleben zu dürfen. Zudem gebe es viel weniger schwere Verläufe der Erkrankung. Dennoch wollen die Behörden die Lage weiter genau beobachten. Sollten sich die Krankenhäuser noch im Verlauf des Sommers wieder mit Corona-Patienten füllen, dürfte die Regierung erneut umsteuern – und möglicherweise die Daumenschrauben wieder anziehen.

Gelten die neuen Freiheitsrechte für alle gleichermaßen?

Nein. Der rote Faden der neuen Verordnung soll die sogenannte 3G-Regel sein – die neuen Freiheiten gibt es also nur für diejenigen, die geimpft, getestet oder genesen sind. Damit erhöht die Regierung den Druck auf Menschen, die sich immer noch nicht haben impfen lassen. Dort, wo in Innenräumen Abstand unmöglich ist – etwa bei Konzerten, in Clubs und Diskotheken – sollen Ungeimpfte künftig einen verhältnismäßig teuren PCR-Test vorweisen müssen. Den müssen sie dann auch noch selbst bezahlen.

Ein PCR-Test kostet laut Kassenärztlicher Vereinigung satte 61 Euro im Labor. Für Restaurants und Friseurbesuche sollen Antigentests reichen – sie werden nach einem Bund-Länder-Beschluss erst ab dem
11. Oktober kostenpflichtig.

Das heißt, künftig dürfen wieder 60 000 Fußballfans in der Mercedes-Benz Arena ihren Verein anfeuern?

Vermutlich nicht. Denn zumindest für Sportveranstaltungen will das Land wohl an einer Obergrenze festhalten, die diese Woche von Bund und Ländern beschlossen wurde. In Fußballstadien und Sportveranstaltungen mit mehr als 5000 Zuschauern dürfen demnach maximal die Hälfte der Plätze der Veranstaltungsstätte oder des Stadions besetzt werden. Die Höchstzahl der Zuschauer soll bei 25 000 liegen. Wie mit Musikfestivals mit Tausenden Besuchern unter freien Himmel umgegangen wird, ist – wie vieles mehr – auch noch offen.

Wie reagieren Clubszene und Kultur?

Die gebeutelten Clubs freuen sich, endlich wieder die Türen öffnen zu dürfen. Nun habe man endlich eine langfristige Perspektive, die wirtschaftlich tragbar sei, sagte Simon Waldenspuhl von der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg. Der mit der 3G-Regel verbundene Kontrollaufwand sei überschaubar. «Die Türsteher sind ja eh da», sagte der Veranstaltungskaufmann. «Ob wir nur den Ausweis kontrollieren oder auch noch ein Impf- oder Testzertifikat, macht keinen Unterschied.» Viele Clubs wollten aber erst im September öffnen – weil sie Zeit für die Organisation brauchten und ihnen Personal fehle.

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Weitere Themen des Tages:
* Corona-Pandemie: Abkehr von 7-Tages-Inzidenz – Abkehr von 7-Tages-Inzidenz. In Baden-Württemberg hat sie ab Montag als Richtwert ausgedient, Niedersachsen plant ähnliches – Streit gibt es auch über die Fortschreibung der "epidemischen Notlage".
* Längerer Bahnstreik droht: Tag Zwei des Lokführer-Streiks bei der Bahn – doch schon jetzt droht
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