Mastercard-Phishing: Angebliche Datenüberprüfung -Vorsicht!

Mastercard-Phishing ist bei Betrügern äußerst beliebt, um an Ihre Daten zu gelangen. Vor allem ein Jahreswechsel bietet sich an, um betrügerische Mails zu versenden.

– – – Die Mastercard (und auch kein anderes Bank- oder Zahldienstunternehmen) verschickt solche E-Mails. Die Verwendung von Name und/oder  Logo findet missbräuchlich statt. – – –

Mastercard-Phishing: Angebliche Datenüberprüfung (Foto: verbraucherzentrale.nrw)
Mastercard-Phishing: Angebliche Datenüberprüfung (Foto: verbraucherzentrale.nrw)

Neues Jahr, neues Glück

Nicht selten treten Gesetzesänderungen zum Jahreswechsel in Kraft – das nutzen Betrüger, um Sie mit Phishingmails um Ihre sensiblen Daten zu bringen. Ganz gleich, ob es eine Änderung gab oder nicht, versuchen kann man es ja.

So wird z. B. Jagd auf Mastercard-Daten gemacht. Angeblich sei man dazu verpflichtet, Sie regelmäßig dazu aufzufordern, Ihre Daten auf dem neuesten Stand zu halten. Da dies noch nicht geschehen ist, ist die Karte gesperrt und wird erst wieder entsperrt, wenn Sie die angebliche Überprüfung durchgeführt haben. Zeit haben Sie dazu allerdings nur 48 Stunden, ansonsten wären knapp 30 Euro fällig.

Lassen Sie sich davon bitte nicht unter Druck setzen, denn weder diese Datenüberprüfung ist notwendig, noch ist Ihre Karte gesperrt oder müssen Sie eine „manuelle Freischaltung“ zahlen. Der Link führt Sie auf eine gefälschte Mastercard-Seite, mit der Ihre Daten gephisht und für illegale Zwecke missbraucht werden.

So (oder so ähnlich) lautet das Mastercard-Phishing:

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

mit Beginn des neuen Jahres ist auch Mastercard als Lizenzgeber für Zahlungskarten verpflichtet regelmäßig die Daten Ihres Kundenstammes zu überprüfen. Ihre Mastercard wurde vorerst gesperrt, weil für Ihre Karte bis jetzt noch keine Überprüfung durchgeführt wurde.

Um Ihre Mastercard schnell & einfach wieder freizuschalten folgen Sie den Anweisungen auf dem folgenden Formular. Schalten Sie Ihre Karte nicht innerhalb der nächsten 48 Stunden frei bleibt diese gesperrt bis sie manuell von einem unserer Kundendienstmitarbeiter freigeschaltet wurde. Für die manuelle Freischaltung erheben wir eine Bearbeitungsgebühr von 29,95 EUR die automatische Freischaltung hingegen ist kostenlos.

zum Formular

Wir bitten um Ihr Verständnis. Für Fragen nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Kundenservice auf.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Mastercard Europe Kundenservice

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Phishing-Mails:

  • Sie sind kein Mastercard-Kunde
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Die Absenderadresse klingt „irgendwie seltsam“ – ebenso wie die Ziel-URL
  • Sie sollen sich über einen Link in Ihren Account einloggen
  • Kein Hinweis in Ihrem ECHTEN Account (sofern einer besteht)
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)

Wie Sie sich schützen:

  • Klicken Sie niemals E-Mail-Links an, ganz gleich, wie echt sie aussehen mag
  • Wenn Sie unsicher sind, öffnen Sie einen neuen Tab und loggen sich dort in Ihr Konto ein
  • Rufen Sie niemals die Nummern in den E-Mails an, sondern googeln Sie sie
  • Antworten Sie nicht auf E-Mails

Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Sperren Sie Ihre Mastercard
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute
  • Stellen Sie Strafanzeige bei der Polizei, das geht auch online

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